Fachkommission Integrationsfähigkeit | Startseite

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Im öffentlichen Diskurs kommt es darauf an, Sprache bewusster und sensibler zu gebrauchen – nicht zuletzt, um Polarisierung und Politisierung entgegenzuwirken. Zwischen allgemein gebräuchlichen Begriffen und rechtlichen Unterscheidungen besteht nicht immer Deckung; zudem spielt der Kontext eine Rolle, in dem ein Wort jeweils steht. Wer eine Einwanderungsgesellschaft aktiv gestalten will, muss sich deshalb mit Begriffen, Konzepten und ihrem Gebrauch auseinandersetzen, denn in ihnen stecken stets auch (implizite) Botschaften. Vor diesem Hintergrund regt die Kommission unter anderem an, das Konzept „Migrationshintergrund“ in der amtlichen Statistik klarer und zugleich enger zu fassen als bisher. Vorgeschlagen wird außerdem, statt von „Personen mit Migrationshintergrund“ künftig von „Eingewanderten und ihren (direkten) Nachkommen“ zu sprechen. Nach Auffassung der Fachkommission wirft auch dieser Begriff Probleme auf; darin sind sich die Mitglieder einig. Eine ideale Lösung – ein universell einsetzbarer Begriff, der wissenschaftliche, umgangssprachliche und politische Erwartungen zugleich erfüllt – halten die Mitglieder jedoch für nicht möglich.