Fachkommission Integrationsfähigkeit | Startseite

Menschenkette im Büro

Foto: Sanu A S/Pixabay

Als Querschnittsaufgabe durchdringt Integration sämtliche Politikfelder und alle Ebenen. Umgesetzt werden muss sie vor Ort, und sie verursacht Kosten. Zugleich sind diese Ausgaben eine Investition in die gesellschaftliche Zukunft. Dabei sind mögliche Konflikte um Ressourcen zu bedenken, die es in jedem Gemeinwesen gibt. Solche Konflikte bestehen unabhängig von Migration, können durch sie aber verschärft oder auch entschärft werden. Ressourcenkonflikte sind nicht entlang der Herkunft zu bearbeiten, sondern nach dem jeweiligen Handlungsbedarf; im politischen Prozess verlangen sie Kompromissbereitschaft.

Wenn integrationspolitische Pflicht- und Daueraufgaben im Sinn einer Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts erfüllt werden sollen, brauchen die Kommunen die Fähigkeit zu handeln. Bund und Länder sind gefordert, sie dabei stärker und vor allem dauerhaft zu unterstützen. Das hat im Rahmen einer geordneten Finanzverfassung zu geschehen, die Anreize für einen sparsamen Umgang mit knappen Ressourcen schafft. Ebenso nötig ist eine wirksamere Kontrolle von Effizienz und Erfolg bei denjenigen, die Mittel bereitstellen und die sie einsetzen. Vor diesem Hintergrund gilt es, Integrationsmaßnahmen auf allen Ebenen häufiger und mit wissenschaftlicher Fundierung zu bewerten. Gelingt all dies, können Migration und Integration allen zugutekommen.