Über Begriffe und Konzepte hat die Fachkommission eingehend beraten, denn in ihnen stecken stets auch (implizite) Botschaften. Ein sensibler Sprachgebrauch ist deshalb wichtig. Vor allem beim Konzept Migrationshintergrund empfiehlt die Kommission für die amtliche Statistik eine Definition, die klarer und zugleich enger ausfällt als bisher. Sie rät außerdem davon ab, weiter von „Personen mit Migrationshintergrund“ zu sprechen; angemessener sei die Rede von „Eingewanderten und ihren (direkten) Nachkommen“. Auch diese Bezeichnung ist keine ideale Lösung, wenn es um einen universell einsetzbaren Begriff geht, der wissenschaftliche, umgangssprachliche und politische Erwartungen gleichermaßen erfüllt. Doch die Überlegungen der Fachkommission in Kapitel 5.8 sind ein Anfang: Der Begriff Migrationshintergrund soll sich wandeln – weg von einem Etikett, das viele Menschen nicht mehr loswerden, auch wenn sie seit Langem hier leben, die deutsche Staatsbürgerschaft besitzen oder in Deutschland geboren wurden und nie eingewandert sind.
In dem folgenden Film geben Ashok Sridharan und Susanne Worbs einen Einblick in das Thema Migrationshintergrund: