Zwischen Februar 2019 und Januar 2021 hat sich die Fachkommission zu den Rahmenbedingungen der Integrationsfähigkeit im Auftrag der Bundesregierung mit einem breiten Spektrum von Fragen aus den Feldern Migration und Integration befasst.
Dabei ist ein Bericht entstanden, der Zusammenhänge aufzeigt, sich für ein Integrationsverständnis ausspricht, das die ganze Gesellschaft umfasst, und zahlreiche Empfehlungen dazu versammelt, wie die Einwanderungsgesellschaft von Politik und uns allen besser gestaltet werden kann.
Verfasst haben den Bericht 25 (zuletzt 24) Fachleute, die aus unterschiedlichen wissenschaftlichen, politischen und zivilgesellschaftlichen Feldern kommen und sich seit vielen Jahren mit Migration und Integration befassen. Alle hat die Bundesregierung in die Fachkommission berufen. Damit setzte die Bundesregierung ein Vorhaben um, das CDU, CSU und SPD 2018 im Koalitionsvertrag für die 19. Legislaturperiode vereinbart hatten. Federführend lagen die Aufgaben innerhalb der Bundesregierung bei Staatsministerin Annette Widmann-Mauz, der Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration, die im Kanzleramt angesiedelt ist, bei Horst Seehofer als Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat, und bei Hubertus Heil als Bundesminister für Arbeit und Soziales.
Alle Kommissionsmitglieder arbeiteten ehrenamtlich; sie wurden persönlich berufen und nicht als Vertretung der Organisationen, denen sie angehören. In ihrer Arbeit waren sie unabhängig und an keine Weisung gebunden, weder durch die Bundesregierung noch durch ihre eigenen Organisationen. Die Beratungen blieben vertraulich, der Prozess blieb ergebnisoffen und die Zusammenarbeit war zeitlich begrenzt. Geleitet wurde das Gremium von Derya Çağlar, Mitglied des Berliner Abgeordnetenhauses, und von Ashok Sridharan, dem früheren Oberbürgermeister der Bundesstadt Bonn.