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Leiterin am Heidelberger Zentrum für Migrationsforschung und Transkulturelle Pädagogik, das am Institut für Erziehungswissenschaft an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg angesiedelt ist Prof. Dr. Havva ENGIN

Havva Engin weist darauf hin, dass die Zuwanderung des 20. und 21. Jahrhunderts die demografische Zusammensetzung der hiesigen Gesellschaft nachhaltig verändert habe. Neben der gesellschaftlichen und politischen Teilhabe von Zugewanderten bleibe die bislang unzureichende Beteiligung von Kindern und Jugendlichen mit familiärer Zuwanderungserfahrung an Bildung eine offene Herausforderung; daraus erwachse die Forderung nach einem Bildungssystem, das chancengerechter und sensibler für Vielfalt ist.
Prof. Dr. Havva Engin

Prof. Dr. Havva Engin

Foto: privat

Seit 2010 hat Havva Engin an der Pädagogischen Hochschule Heidelberg eine Professur für Allgemeine Pädagogik mit dem Schwerpunkt Interkulturelle Pädagogik inne; dort steht sie zugleich dem Heidelberger Zentrum für Migrationsforschung und Transkulturelle Pädagogik vor. Zu ihren Arbeitsschwerpunkten zählen die Theorie und Praxis des transkulturellen Lehrens und Lernens, transkulturelle und interreligiöse Erziehung, die religiöse Radikalisierung muslimischer Jugendlicher, Organisationsentwicklung in von Migration geprägten Gesellschaften, Bildungssoziologie und der Spracherwerb im Kontext migrantischer Mehrsprachigkeit.

Engin absolvierte zunächst ein Magisterstudium der Neueren Deutschen Philologie, danach ein Lehramtsstudium in Deutsch und Biologie. Promoviert wurde sie 2003 mit einer Arbeit aus dem Bereich der Bildungspolitik.