Fachkommission Integrationsfähigkeit | Startseite

Wenn wir die Einwanderungsgesellschaft gestalten wollen, hält die Fachkommission eine gesellschaftliche und politische Verständigung darüber für nötig, was Integration künftig heißen soll. Das Integrationsverständnis muss breiter werden und die gesamte Bevölkerung einbeziehen. Die Kommission schlägt eine Neujustierung vor: Der Integrationsbegriff soll nicht länger allein an Migration geknüpft sein, sondern sich auf die Gesellschaft in ihrer Gesamtheit beziehen.

Integration reicht damit weit über das Migrationsgeschehen hinaus. Nach Überzeugung der Kommission gehört dazu auch ein offenes Selbstverständnis: Was Deutschsein im 21. Jahrhundert bedeutet, soll mit Zugehörigkeitskriterien verbunden werden, die der Vielfalt des Einwanderungslandes Deutschland Rechnung tragen.

Dazu zählt vor allem:

  • Integration als Aufgabe der ganzen Gesellschaft zu begreifen, siehe Kapitel 5.3
  • Deutschsein so neu bestimmen, dass Mehrfachzugehörigkeiten und unterschiedliche Identitätsentwürfe Platz haben, siehe Kapitel 5.4
  • das Grundgesetz als die Grundlage und den Rahmen anzuerkennen, auf deren Basis für den Zusammenhalt der Gesellschaft gesorgt werden muss, siehe Kapitel 5.6
  • die Demokratiebildung stärker zu fördern, siehe Kapitel 5.7
  • die Zugehörigkeitsfrage auch dort zu stellen, wo Erinnerungskultur und Geschichtspolitik in einem besonderen Spannungsfeld stehen, siehe Kapitel 5.5

Anregungen zum Deutschsein im 21. Jahrhundert gibt der folgende kurze Film:

01:44

Video Deutschsein und Integration im 21. Jahrhundert