Fachkommission Integrationsfähigkeit | Startseite

Inhaber einer Professur für Methoden der empirischen Sozialforschung an der Universität Bielefeld mit dem Schwerpunkt Quantitative Methoden  Prof. Dr. Martin KROH

Martin Kroh beobachtet in Deutschland eine Polarisierung der politischen Debatte über Migration und Integration. Dahinter stehe jedoch – ungeachtet kurzfristiger Schwankungen – seit den 1980er Jahren ein langfristig wachsender Zuspruch für Migration. In der Mehrheit der Bevölkerung werde die Einwanderung nach Deutschland inzwischen als Normalität akzeptiert.
Prof. Dr. Martin Kroh

Prof. Dr. Martin Kroh 

Foto: privat

Seit 2018 ist Kroh Professor für Methoden der empirischen Sozialforschung an der Universität Bielefeld; sein Schwerpunkt liegt auf quantitativen Methoden. Von 2010 bis 2017 hatte er an der Humboldt-Universität zu Berlin eine Professur für Sozialwissenschaftliche Methoden inne und war dort stellvertretender Leiter der forschungsbasierten Infrastruktureinrichtung Sozio-oekonomisches Panel (SOEP) beim Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in Berlin, dem er bis heute als Senior Research Fellow verbunden ist. Das Sozio-oekonomische Panel zählt zu den größten Panelstudien weltweit und liefert Daten zu verschiedenen Aspekten des gesellschaftlichen Wandels. Kroh ist Gründungsmitglied am Berliner Institut für Integrations- und Migrationsforschung (BIM); bis 2017 war er Co-Leiter der Abteilung für Arbeitsmarkt, Migration und Integration sowie der Abteilung für Wissenschaftliche Grundfragen zu Integration und Migration.

Studiert hat Kroh Politikwissenschaft und Statistik an der Universität Bamberg und an der Freien Universität Berlin; promoviert wurde er an der Universität Amsterdam. Im Zentrum seines Forschungsinteresses stehen soziale und politische Ungleichheit, die Weitergabe von Einstellungen innerhalb von Familien sowie die Erhebung und statistische Auswertung von Längsschnittdaten.