Fachkommission Integrationsfähigkeit | Startseite

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Gleiche Chancen auf Gesundheit sind die Voraussetzung dafür, dass Integration gelingt. Bei Eingewanderten und ihren direkten Nachkommen hängt die Gesundheit von denselben sozialen und ökonomischen Faktoren ab wie bei der Bevölkerung ohne Einwanderungsgeschichte; im Durchschnitt stehen sie dabei jedoch schlechter da. Beeinträchtigt wird die Gesundheit vor allem durch Bildungsnachteile, ein niedriges Einkommen und ungünstige Arbeits- und Wohnverhältnisse, aber auch durch soziale Ausgrenzung und Rassismus. Wer die sozioökonomische Lage verbessert und Ausgrenzung sowie Rassismus bekämpft, leistet deshalb einen wichtigen Beitrag zur Gesundheit von Eingewanderten und ihren Nachkommen.

Damit der Zugang zur Gesundheitsversorgung und zur ärztlichen Therapie gleichberechtigt und diskriminierungsfrei gelingt, müssen die Gesundheitsdienste sprachliche und kulturelle Barrieren abbauen und ihre Versorgung an der Vielfalt der Menschen ausrichten und weiter ausbauen. Derzeit ist der Anspruch auf gesundheitliche Leistungen für einzelne Migrantengruppen eingeschränkt. Aus gesundheitlicher Sicht sollten diese Beschränkungen für einzelne Personengruppen fallen und ihnen Leistungen zustehen, die mit denen von Empfängerinnen und Empfängern von Sozialleistungen vergleichbar sind. Die Politik zieht daneben weitere Gesichtspunkte heran, die von den Mitgliedern der Fachkommission unterschiedlich beurteilt werden. Saisonarbeitskräfte und Schutzsuchende sind so unterzubringen, dass die Auflagen der Corona-Schutzverordnung für sie erfüllbar bleiben. Nötig ist dafür eine Unterbringung, in der Abstand gewahrt und den Hygienevorgaben gefolgt werden kann.