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Wohnen ist ein Menschenrecht und trägt gesellschaftliche Teilhabe in Deutschland wie ein Grundpfeiler. Die Wohnsituation muss zum einen angemessen und verlässlich sein. Zum anderen bestimmt die Frage, wo und wie jemand wohnt, mit darüber, welche Teilhabe möglich ist: Umfang und Art der sozialen und nachbarschaftlichen Kontakte, gesellschaftliche Anerkennung, Wohlbefinden und Gesundheit, die Erreichbarkeit von Infrastruktur, Bildungseinrichtungen und Arbeitsplätzen sowie der Zugang dazu. Das gilt in besonderem Maß für Eingewanderte, denen strukturelle Hürden den Weg zum Wohnungsmarkt versperren.
Vor allem in den Ballungsräumen brauchen die Kommunen die rechtlichen und finanziellen Mittel, um Wohnraum zu schaffen und die Wohnstrukturen zu lenken. Eine vorausschauende Integrationspolitik stärkt Quartiere, die bei der Integration Besonderes leisten, und erkennt an, was sie für die Stadtgesellschaft leisten. Empfohlen wird eine aktive Politik für Wohnraum und Boden, die zusätzliche Wohnungen schaffen will und zugleich Bezahlbarkeit und Zugang Vorrang einräumt. Eine solche Politik erschließt und vermehrt Ressourcen, weil sie nachhaltige Stadtentwicklung, Wohnen und Integration zusammen denkt.