Fachkommission Integrationsfähigkeit | Startseite

Wie können Integrationsprozesse so gesteuert werden, dass sie wirtschaftlich und sozial gelingen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken? Diese Frage betrifft uns alle. In eine ganzheitliche Debatte gehören sowohl die Herausforderungen, mit denen zugewanderte Menschen konfrontiert sind, als auch jene, die durch Migration für Familien entstehen können, die seit vielen Generationen oder schon immer in Deutschland leben.

  • Die Teilhabechancen in verschiedenen praktischen Feldern sind mitzudenken. Neben Arbeit und Bildung gehören dazu vor allem die Gesundheit (siehe Kapitel 4.6 des Berichts), kommunale Aufgaben (siehe Kapitel 4.7 ) und das Wohnen (siehe Kapitel 4.8 ). Auch mit möglichen Ressourcenkonflikten (siehe Kapitel 3.8 ) ist zu rechnen.
  • Ebenso ist nach der rechtlichen Teilhabe zu fragen und nach Beteiligung in weiteren Feldern des gesellschaftlichen Lebens, etwa Kultur oder Ehrenamt (siehe Kapitel 4.4 ). Das gilt auch für die Einwanderungsgesellschaft, die religiös vielfältiger geworden ist (siehe Kapitel 3.7 ).

Integration geschieht fortlaufend – in der Wirtschaft, in Vereinen und Verbänden, in allen Bereichen der Gesellschaft –, zumeist ohne staatliches Eingreifen und oft unbemerkt von den großen öffentlichen Debatten. Politik und Zivilgesellschaft müssen darauf achten, dass Personen aus allen gesellschaftlichen Gruppen nach ihren Qualifikationen und Fähigkeiten auf sämtlichen Hierarchieebenen angemessen vertreten sind – in Politik und Verwaltung, in Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Medien sowie in der Zivilgesellschaft – und dass es nicht zu Ausgrenzung oder Benachteiligung kommt. Auch dass Diskriminierung aktiv unterbunden wird und Menschen respektvoll miteinander umgehen, gehört daher zu den Voraussetzungen für Teilhabe und Teilnahme (siehe vor allem Kapitel 4.5 (Anti-)Diskriminierung und Gleichstellung ).