Deutschland ist seit jeher und auch in den letzten Jahren von Migration geprägt – und wird dies auch künftig sein. Wir leben in einem Einwanderungsland, mit allem, was dazugehört: Chancen, Risiken und Zielkonflikte. Dabei kommt der überwiegende Teil aller Eingewanderten nicht im Rahmen der Fluchtmigration nach Deutschland, auch wenn dieser Eindruck bei manch einem gerade im Rückblick auf die Jahre 2015 und 2016 entstanden ist. Insgesamt entfiel im vergangenen Jahrzehnt gut die Hälfte der Zuzüge auf Personen aus der Europäischen Union, die im Rahmen der Freizügigkeit nach Europa kamen. Hinzu kommt eine wachsende Zahl von Menschen, die zu Erwerbszwecken, zum Studium oder im Rahmen der Familienmigration aus Drittstaaten (außerhalb der EU) nach Deutschland ziehen. 

Einwanderungsländer können ihre Politiken unterschiedlich gestalten. Auch Deutschland tut dies. Die Fachkommission möchte hierfür Hinweise zu folgenden Schwerpunkten geben:

  • Schilderung der Dynamiken der Einwanderungsgesellschaft in Kapitel 2
  • Hinweise auf mögliche Zielkonflikte in Kapitel 3.9
  • Überlegungen zur Asylmigration in Kapitel 4.9 und 
  • Auseinandersetzung mit der Frage, was es eigentlich heißt, ein Einwanderungsland zu sein, in Kapitel 5.2.

Daniel Thym erläutert einige Punkte zum Einwanderungsland Deutschland in dem folgenden Film:

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Video Einwanderungsland