Deutschland ist ein vielfältiges Land und das gilt auch für die Geschlechterbeziehungen im Einwanderungsland. Frauen, Männern und LGBTQ-Menschen sollen ihren Lebensweg selbstbestimmt und frei gestalten. Inwiefern die Einwanderung auf Geschlechterbeziehungen einwirken kann, ist eine spannende, auch konfliktbehaftete Frage, der sich die Fachkommission in Kapitel 3.6 widmet.

Ganz unabhängig von Migration wird in Deutschland seit mehr als hundert Jahren um Emanzipation und Gleichstellung gerungen. Es gibt dabei viele Anstrengungen, aber keinen Automatismus hin zu einer stärkeren und gleichberechtigten Teilhabe aller Menschen. Die Fachkommission hat sich ausführlich damit beschäftigt, wo sie Handlungsbedarf sieht, und gibt Anregungen, u.a.

  • Zum Empowerment, das alle Menschen (gleichgültig welcher Herkunft, welchen Geschlechts oder welcher sexuellen Orientierung) dabei unterstützen muss, selbstbestimmt ihr Leben zu gestalten, siehe dazu Kapitel 3.6
  • Zur Frage zum Zusammenhang von Religiosität und Geschlecht hinsichtlich der Erwerbsbiografien in Kapitel 3.7
  • Zur Frage des Familiennachzugs in Kapitel 3.9 und 4.9
  • Zur Arbeitsmarktbeteiligung von Frauen in Kapitel 4.3.9

Kurze Einblicke zum Thema Geschlechterbeziehungen im Einwanderungsland geben Derya Çağlar und Annette Treibel:

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Video Emanzipation und Gleichstellung